Flexnurse statt Temporär 

Warum ich gezielt auf langfristige Zusammenarbeit setze 

Immer wieder mal lasse ich mich über Temporärbüros für kurzfristige Einsätze in Pflegeheimen oder Spitexorganisationen vermitteln – insbesondere dann, wenn in meinem eigenen Betrieb eine tiefere Auslastung besteht. Ich bin sehr dankbar, dass es diese Arbeitsvermittlungen gibt. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung unseres Gesundheitssystems, besonders in Organisationen, die unter akutem Personalmangel leiden. Für mich bieten sie zudem die Möglichkeit, flexibel zu arbeiten, Erfahrungen zu sammeln und mein Einkommen zu ergänzen.

Trotzdem habe ich in den letzten Jahren deutlich gespürt, wie wertvoll das Modell der Flexnurse-Tätigkeit für mich und die beteiligten Organisationen ist.

Ich bin mittlerweile regelmässig in verschiedenen Betrieben tätig. Ich kenne die Teams, die Teams kennen mich
Ich bin mit den örtlichen Gegebenheiten, den Abläufen, der Software und den Systemen vertraut. 
Ich wurde in ruhigeren Phasen sorgfältig eingearbeitet, sodass ich bei Engpässen zuverlässig und sicher einspringen kann. Die Einsätze verlaufen koordiniert, mit gegenseitigem Vertrauen und Respekt. Die Mitarbeitenden wissen, dass ich punktuell unterstütze, insbesondere an Wochenenden oder abends, wenn personell Engpässe entstehen. Gleichzeitig herrscht ein Bewusstsein dafür, dass ich nicht durchgehend ausgelastet bin und meine Einsätze daher entsprechend vergütet werden müssen, um diese Flexibilität wirtschaftlich tragbar zu gestalten.



 Im Gegensatz dazu empfinde ich temporäre Einsätze als deutlich belastender.

In diesen Situationen bin ich meist kurzfristig in mir unbekannten Betrieben tätig. Ich kenne weder die Räumlichkeiten noch das Team, die Führungspersonen oder die genutzte Software. Die Einführung beschränkt sich häufig auf eine kurze technische Instruktion – etwa zur Zeiterfassung oder zum Log-in ins Branchenprogramm. Danach beginnt der Einsatz unmittelbar.

Gerade in Organisationen mit hoher Fluktuation und sehr knappen Zeitfenstern für Pflege- und Wegzeiten ist das herausfordernd. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ich an einem Vormittag zehn bis achtzehn Klientinnen und Klienten besuchen soll – in einer Region, die ich nicht kenne, mit schwer auffindbaren Adressen und ohne ausreichend Vorbereitungszeit. Die Klientinnen, ihre Angehörigen und die Pflegedokumentation sind mir fremd, was das Arbeiten erschwert und Unsicherheiten mit sich bringt. Auch wenn Adressen digital hinterlegt sind, ist die Orientierung oft schwierig, was Zeit kostet – Zeit, die im engen Zeitraster schlicht nicht eingeplant ist.

In solchen Situationen hilft es nur, Schritt für Schritt vorzugehen und ruhig zu bleiben – auch wenn Rückmeldungen zu Verspätungen oder längeren Fahrtzeiten herausfordernd sein können. Aufgaben mit höherem pflegerischen Anspruch – wie Bedarfsabklärungen, Erstbesuche oder Medikamentengaben – werden temporär eingesetztem Personal in der Regel nicht übertragen, was verständlich ist, da das notwendige Vertrauen in kurzer Zeit nicht aufgebaut werden kann.

Was mir in temporären Einsätzen immer wieder auffällt, ist die Haltung, die externem Personal teilweise entgegengebracht wird. Es entsteht gelegentlich der Eindruck, dass Temporäre vor allem wegen ihrer höheren Vergütung kritisch betrachtet werden – wodurch grundlegende Aspekte wie Pausen oder eine gute Zusammenarbeit nicht immer selbstverständlich erscheinen. In solchen Momenten wird deutlich, dass Temporärarbeitende zwar als Notlösung akzeptiert werden, aber nicht immer als vollwertige Kollegen wahrgenommen werden. Dabei arbeite ich unabhängig vom Arbeitsmodell stets mit derselben fachlichen Sorgfalt und Verantwortung – mit dem Ziel, Menschen bestmöglich zu begleiten.

Mein Fazit

 Ich bin sehr dankbar, dass ich als Flexnurse arbeiten darf – flexibel und dennoch eingebunden, selbstständig und dennoch vertraut mit dem Umfeld. Diese Form der Zusammenarbeit ist für mich persönlich sinnvoller, für die Betriebe effizienter und für die Qualität der Pflege nachhaltiger. Sie schafft Sicherheit, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung – Werte, die in der heutigen Arbeitswelt essenziell sind.

 

Jede Hand zählt – Flexible Lösungen in der Pflege 

In der heutigen Gesundheitsbranche ist es von entscheidender Bedeutung, dass Pflegende im Beruf bleiben. Jede Hand zählt, und wir können es uns nicht leisten, dass Pflegende ihren Beruf nach der Ausbildung verlassen. Wenn jede Pflegefachperson, sei es eine Fachangestellte Gesundheit (FaGe) oder eine diplomierte Pflegefachperson, wenigstens ein Jahr im Beruf verbleibt, ist das bereits ein grosser Gewinn.


 

Das Konzept von FlexNurse knüpft an die Modelle Outsourcing, FlexWork und Freelancing an

FlexNurses verstehen sich als Partner
von ihren Auftraggebenden
 

Unser Fokus liegt auf 
Partnerschaftlichkeit und der Schaffung eines unterstützenden Umfelds 

Für Auftraggeber bringt FlexNurse 
erhebliche Vorteile

Tiefere Fixkosten bis 30-40%
für Arbeitgeber

FlexNurses bilden sich konsequent weiter, was sicherstellt, dass sie stets auf dem neuesten Stand der Pflegepraxis sind 

FlexNurse 

darf sich nur nennen, wer auch die Standards von Flexnurse GmbH einhält und überprüfen lässt .

Outsourcing von Pflegefachpersonen 

ist ein wirksamer und zukunftsorientierter Ansatz, um die Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig die Qualität der Pflege zu sichern. 

Jede Hand zählt 

Durch kluges Outsourcing wird sichergestellt, dass diese Hände dort eingesetzt werden, wo sie am meisten gebraucht werden.